Modernes Unternehmertum

On 16. Dezember 2010, in Themen, by ZISU

‎”Manche Leute halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere sehen in ihm eine Kuh, die man ununterbrochen Melken müsse. Nur wenige erkennen in ihm das Pferd, das den karren zieht.”

Winston Churchil

Der Unternehmergeist ist und war eine Schlüsselquelle für den Wohlstand und die Wohlfahrt der Bodenschätze armen Schweiz. Unternehmergeist ist nicht nur der primäre Motor unseres wirtschaftlichen Wachstums und Reichtums, zusätzlich ist er auch untrennbar mit den unveräusserlichen Rechten verbunden, wie sie in der Bundesverfassung verankert sind, inklusive der Freiheit und dem Recht auf Leben. Die Schweiz soll in Anlehnung an Churchill auch eine Idee sein, nicht nur ein Ort. Zentral zu dieser Idee ist der Gedanke, dass individuelle Würde notwendigerweise auch die Freiheit hart zu arbeiten, kreativ zu sein und im Leben weiter zu kommen beinhaltet, ohne dass sich der Staat einmischt. Als solcher war das Unternehmertum historisch gesehen in der Schweiz ein fundamentaler Ausdruck eines fortschrittlich-menschlichen Geistes.

Trotzdem wurde der unternehmerische Geist in den letzten Jahren zunehmend von belastenden Steuern, Bestimmungen und anderen staatlich auferlegten Einschränkungen erstickt, welche das “auf-sich-Nehmen von Risiken” bei Unternehmen aber dadurch auch die Freiheit und Flexibilität der Arbeitnehmer minderten. Unternehmertum in der Schweiz ist zudem momentan durch Überkriminalisierung im Rechtssystem, Verschlechterungen im Bildungssystem und einem zerrütteten Immigrationssystem, das hoch qualifizierte Wissensarbeiter vom in die Schweiz kommen abhält, entmutigt. Diese Hindernisse werden, sofern sie nicht hinterfragt werden, langfristig negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum, die Stellung der Schweiz im weltweiten Wettbewerb und ultimativ unsere grundlegende Freiheit selbst haben. Es ist daher notwendig, dass wir die Unternehmer/innen der Schweiz befreien um damit die Kraft der wirtschaftlichen Kreativität aufleben lassen.

Doch in erster Linie müssen heutige Unternehmer vor sich selbst geschützt werden. Sie wissen vielfach nicht wie man politisch denkt oder sich ideologisch verteidigt. Grosse Unternehmen publizieren heute überglücklich Bücher und Magazine, oder pressen und verkaufen Musik, oder machen und vertreiben Filme, oder sponsern TV-Shows die Pornographie verherrlichen, oder die Einrichtung der Familie denunzieren, die “Ethik der Habgier” unterstützt, zivile Aufstände rechtfertigen und grundsätzlich die Enteignung des Privateigentums sowie der Liquidation privater Industrien befürworten. Unsere Kapitalisten unterstützen also das Dogma der neuen Linken und dies aus einem einzigen Grund: sie können sich keinen einzigen Grund vorstellen, warum sie dies nicht tun sollten.

Und genau hier setzen wir als private neokonservative Institution an: heutige Unternehmer haben also so ihre Schwierigkeiten mit den Dingen des Denkens. Wir sind hierfür die Verbindung zwischen den Intellektuellen und dem Unternehmerlager. Wir dürfen nicht vergessen, dass Visionen und Ziele , welche Unternehmen eine prosperierende Zukunft öffnen, in der Regel nur auf einer soliden Grundlage entstehen und wachsen.

Schweizer Unternehmen sollten dringend benötigte Geldmittel jenen Gelehrten, Sozialwissenschaftlern, Autoren und Journalisten zukommen lassen, welche die Verquickung zwischen Politik und wirtschaftlicher Freiheit verstehen. Zudem sollten jene Akteure unterstützt werden, die sich von der dominanten sozialistisch-etatistischkollektivistischen Orthodoxie lossagen die viele unserer Medien dominiert, in den meisten unserer Universitäten vorherrscht und unter vielen Politikern und, tragischerweise, unter nicht wenigen unserer Top-Wirtschaftsleuten ihr Unwesen treibt.

Ausgewählte Artikel zum Thema “Unternehmertum”:

Der Fatale Glaube an den Staat • WELTWOCHE

Marktwirtschaft in Schulbüchern • FRIEDRICH NAUMANN STIFTUNG

Die Ethik des Kapitalismus • KELLMANN STIFTUNG

Hypo Real Estate – der Murcielago ist gerettet • WINKELRIED

Subprime Krise von Sozialisten verursacht • WINKELRIED

Die Fabel vom Steuergeschenk • WINKELRIED

Globalisierung: Religiöse Bildung wird immer wichtiger • IDEA

Bürokratie • KELLMANN STIFTUNG

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